Fragen PLUS Antworten

Zur Lösung aktueller Herausforderungen - oder einfach zur Anregung

Es gibt eine ganze Reihe von Fragen, die in der Praxis immer wieder auftreten. Zu Datenformaten, Papiersorten, Farben oder Arbeitsabläufen zum Beispiel. Vielleicht finden Sie hier die Lösung für etwas, das Ihnen gerade Kopfzerbrechen macht? Wenn nicht, rufen Sie uns bitte einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Wie sollten die Druckdaten aussehen?

PDF-Dateien

  • Die Verarbeitung von PDF-Dateien ist unkompliziert und am kostengünstigsten. Sollten allerdings noch Korrekturen vorgenommen werden, benötigen wir ein neues PDF.
  • PDF-Dateien sollten mit der Standardeinstellung „PDF/X-3:2002“ erstellt werden.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine von QuarkXPress/InDesign optimierten Daten ausgeben. In QuarkXPress muss in der Datenausgabe unter „Bilder“ immer „Vollauflösende TIFF-Ausgabe“ aktiviert sein, in InDesign muss in der Datenausgabe unter ­­„Grafiken“ immer „Daten senden ALLE“ ausgewählt werden.

Ausgabevorgaben/Checkliste für PDF-Dateien:

  • immer in der Originalgröße des Endformates (Ausgabe 100%) ausgeben
  • Format der Ausgabedatei an allen Seiten 10 mm größer als das Endformat
  • (z.B. A4 = 230x317 mm)
  • die Seiten müssen zentriert positioniert werden
  • Daten als Composite-Daten ausgeben (keine Farbauszüge)
  • Einzelseiten verarbeiten, keine Bogenmontage/Montageflächen aktivieren
  • Beschnitt/Anschnitt von 3 mm an allen Seiten angeben

Offene Dateien

  • Sie können auch offene Dateien liefern. Die Verarbeitung ist etwas aufwendiger und risikobehaftet.
  • Offene Dateien sollten möglichst in den Programmen QuarkXPress 8 oder InDesign CS5 gestellt werden. Bitte geben Sie uns bei älteren Programmversionen unbedingt einen Hinweis!
  • Liefern Sie uns den kompletten Datensatz, d.h. neben dem Dokument auch alle eingebundenen Bilder und Logos sowie alle verwendeten Schriften. Tipp: Hierfür ist die Funktion bei QuarkXPress „Für Ausgabe Sammeln“ oder bei InDesign „Verpacken“ besonders hilfreich.

Datenübertragung/Datenanlieferung:

  • E-Mails: Wir können E-Mails bis zu einer Größe von 45 MB empfangen. Senden Sie Ihre Druck­­daten an: produktion@druckerei-brandt.de (Christian Lenz).
  • mit Hilfe des Daten-Uploads hier im Service-Bereich
  • FTP-Übertragung: Druckdateien können Sie auch auf unseren Server übertragen. Die Zugriffsdaten senden wir Ihnen gerne zu.

Layout

  • Bitte verwenden Sie nur CMYK-Farbdaten.
  • Elemente, die an den Formatrand reichen, sollten 3 mm über diesen hinaus gehen (Beschnitt); nicht angeschnittene Elemente sollten mind. 5 mm vom Rand entfernt liegen.
  • Über- und Unterfüllung- sowie Überdruckeneinstellungen werden standardmäßig generiert.

Schriften

  • Benutzen Sie wenn möglich nicht die manuellen Schriftstilfunktionen (fett, kurisv) der Layout­programme, dies kann zu Problemen bei der Verarbeitung führen.
  • Beim E-Mail-Versand von Schriftenordnern, Daten immer als Archiv-Datei (z.B. Zip-Datei) senden, häufig kommen sonst nur Schriftdateien ohne Inhalt (0 KB Größe) an.

Bilder/Grafiken/Logos

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, bitte an folgende Bildkriterien halten:

BildtypFarbmodusBildauflösungDateiformat
FarbfotosCMYK300 ppiEPS/TIFF
S/W-FotosGraustufen300 ppiEPS/TIFF
S/W-Logos/StrichbildBitmap1200 ppiEPS/TIFF
  • Bei einer niedrigeren Bildauflösung erreicht man kein optimales Druckergebnis.
  • Niedrig aufgelöste Bilder „hoch“ zu rechnen, verbessert nicht die Bildqualität.
  • Eine höhere Bildauflösung, als in der Liste aufgeführt, verbessert nicht das Druckergebnis.

Farben/Farbprofile

  • Sollten Sie andere Farbprofile als die aktuellen Standard Profile des PSO (ProzessStandard Offsetdruck) verwenden, kann es zu Farbveränderungen kommen.
  • Alle Daten müssen im CMYK-Farbmodus geliefert werden. RGB-Daten werden automatisch in CMYK umgewandelt, was zu Farbänderungen führen kann.
  • Wandeln Sie ggf. Sonderfarben in CMYK, wenn der Druck in Euroskala erfolgen soll.
  • Sonderfarben wie z.B. HKS-Farben können nur bedingt in CMYK wiedergegeben werden.

Prüfmöglichkeiten

  • a) Korrekturausdruck: Ein Korrekturausdruck ist nicht farbverbindlich und nicht auf dem Auflagenpapier ausgedruckt, wird aber von der gleichen Datei erstellt, die auch für den Fortdruck bestimmt ist.
  • b) PDF der Druckdatei per E-Mail:
    Der schnellste Weg einer Prüfung ist ein Korrektur-PDF per e-mail, das ebenfalls aus der Druckdatei geschrieben ist. Um es problemlos per e-mail versenden zu können, erstellen wir ein „Ansichts-PDF“ mit kleiner Dateigröße. Es entspricht nicht der Druckauflösung und hat eventuell eine unsaubere und gepixelte Darstellung.     
  • c) Farbproof nach PSO (ProzessStandard Offset):
    Ein Farbproof ist nahezu farbverbindlich, wird jedoch nicht auf Auflagenpapier ausgegeben. Unser standardisierter Farbproof mit Medienkeil wird als farbverbindlich anerkannt.

Welche Aspekte gibt es bei der Papierwahl zu beachten?

Bei Papieren unterscheidet man grundsätzlich zwischen gestrichenen und ungestrichenen Papieren.

  • Ungestrichene Papiere nehmen Toner oder Tinte besser auf und werden im Bürobereich eingesetzt. Auch bei anderen Produkten wie Lesebüchern oder Zeitungen werden sie verwendet. Manchmal setzt man sie auch im Prospekt- oder Broschürenbereich ein, da sich interessante Effekte aufgrund der natürlichen Oberflächenbeschaffenheit ergeben können.
  • Gestrichene Papiere haben eine geschlossene und glatte Oberfläche. Das Druckbild bekommt eine brilliantere Wirkung, Farben wirken leuchtender. Bei gestrichenen Papieren unterscheidet man zwischen matten und glänzenden Oberflächen.
  • Mattgestrichene Papiere gibt es in verschiedenen Abstufungen von vollmatt bis seidenmatt. Sie haben den Vorteil einer besseren Lesbarkeit, da das Licht nicht so spiegelt und irritierend wirkt. Nachteil ist eine größere Scheuerempfindlichkeit, da die Oberfläche wie feinstes Schmirgelpapier beschaffen ist. Druckfarbe lässt sich leichter abreiben und es kann zu Verschmutzungen kommen.
  • Bei hochwertigen Druckobjekten empfehlen wir eine zusätzliche seidenmatte Schutzlackierung.
  • Recyclingpapiere können eine gestrichene oder ungestrichene Oberfläche haben. Zum Thema Recyclingpapiere und umweltfreundlicher Herstellung beraten wir Sie gerne.

Umweltzeichen

  • FSC (Forest Stewardship Council) – Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft, kein Kahlschlag, Wiederaufforstung, Verzicht auf Düngemittel und Pestizide
    www.fsc.org
  • PEFC – wie FSC, nur auf europäischer Basis und bei Zertifizierung einer ganzen Region
    www.pefc.org
  • Europäisches Umweltzeichen (Blume mit € in Blüte) – Überprüfung auf Einhaltung strenger ökologischer Kriterien einer Produkterstellung
    www.eco-label.com

Gerne beraten wir Sie zum Thema Papiere und bemustern Ihnen Sorten!

Was ist zum Thema Farben wissenswert?

Beim Druck können alle Farben eines Fotos mittels kleinster Rasterpunkte aus den 4 Grundfarben Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Kontrast (Schwarz) dargestellt werden. Diesen Farbmodus nennt man in Kurzform CMYK            . Sonderfarben können ebenfalls aus CMYK simuliert werden. Allerdings kann nicht jede sichtbare Farbe wie ein strahlendes Blau, ein leuchtendes Grün oder ein helles Orange im Druck in CMYK optimal dargestellt werden. Diese kann man besser mit einer zusätzlichen Farbe aus PANTONE oder der günstigeren HKS Reihe abdrucken. Eine zusätzliche Farbe bedeutet allerdings auch höhere Kosten. Deswegen werden Farben aus HKS oder PANTONE oftmals nur bei Geschäfts­­drucksachen eingesetzt.

Sonderfarben aus HKS oder PANTONE können im Digitaldruck nicht abgedruckt werden, da die Toner ausschließlich aus den Grundfarben bestehen.

Wenn Sie Ihre Hausfarbe aus HKS oder PANTONE in CMYK drucken lassen möchten, geben wir Ihnen gerne Empfehlungen, da die automatisch hinterlegten Umrechnungswerte oftmals nicht stimmen.

Wie wird mein Produkt am besten gebunden?

 

Rückendrahtheftung

Bei dieser Bindeart werden die Papierbogen durch 2 Drahtklammern zusammengehalten, die durch den Rücken gehen.

Eine Drahtheftung kann man als Sammelheftung erstellen, bei der die Papierbogen vor dem Heften gefalzt werden, aber auch als Lagenfalz, bei der alle Blätter erst geheftet und dann zusammen gefalzt werden. Der Nachteil des Lagenfalzes ist, dass die Produkte am Rücken hochstehen. Wir bieten ausschließlich die höherwertige Sammelheftung an, bei der man auch Produkte mit größerer Seitenzahl verarbeiten kann.

Außer mit der normalen Flachklammer kann man sein Produkt auch mit einer Ringöse heften, mit der man die Broschüre, z. B. in Ordnern, abheften kann.

Klebebindung (Softcover)

Die Klebebindung wird bei Produkten mit größerer Seitenzahl eingesetzt und kann ab einer Inhaltdicke von 3 mm gefertigt werden. Dabei werden alle Blätter als Block zusammengetragen, am Bund gefräst und mit einem Umschlag umklebt, der einen breiten Rücken aufweist. Zur Ermittlung der Rückenstärke setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Der Nachteil einer Klebebindung ist das schlechte Aufschlagverhalten, sie ist teurer als eine Rückendrahtheftung und es kann zu optischen Versätzen bei Druckelementen kommen, die durch den Bund gehen.

Eine Hotmelt-Klebebindung ist günstiger als eine Klebebindung in PUR, die dafür sehr viel haltbarer ist.

Fadensiegelung (Softcover)

Bei einer Fadensiegelung erzielt man ein verbessertes Aufschlagverhalten bei gleichzeitig guter Haltbarkeit durch das zusätzliche Vernähen der einzelnen Bogenteile. Dadurch ist eine Fräsung des Blocks im Bund nicht notwendig.

Der genähte Buchblock wird wie bei einer Klebebindung in einen Umschlag mit Rücken eingeklebt.

Fadenheftung (Softcover)

Der „Rolls-Royce“ unter den Softcover-Broschuren. Sehr gutes Aufschlagverhalten und Haltbarkeit werden dadurch erzielt, dass nicht nur die einzelnen Bogenteile, sondern zusätzlich der ganze Block am Bund mit einem Faden vernäht wird.

Hardcover-Buch (meist fadengeheftet)

Bei einem Hardcover wird ein veredelter Druckbogen auf einen Pappumschlag flächig verklebt und der Buchblock vorne und hinten mit einem zusätzlichen Papierbogen (Vor- und Nachsatz) eingehängt. Dabei ist der Umschlag oben und unten sowie seitlich außen 3 mm größer als der Buchblock. Bei der satztechnischen Anlage des Umschlagbezugbogens muss neben der Rückenstärke (Buchblock + 3 mm) auch bedacht werden, dass Druckelemente mind. 10 mm über das Endformat hinausgehen, da der Bezugbogen über die Trägerkante hinaus bis auf die Rückseite des Deckels verklebt wird. Bei einer hochwertigen Buchproduktion ist ein „Kapitalen“ zu empfehlen (Stoffmaterial über den optisch unschönen Kleberand unten und oben). Auch das Einbringen von Lesebändchen ist kein Problem.

Spiralbindung

Bei einer Spiralbindung wird der Buchblock im Bund eckig oder rund lochgestanzt. Ein silberner, weißer oder aber auch farbiger Draht wird durch die Löcher geführt. Eine Spiralbindung eignet sich kostenmäßig bei kleineren Auflagen, aber auch bei Kalendern oder speziellen Produkten.

Das rote Telefon


Der kurze Weg


Der Umwelt verpflichtet

Kunden können ihre Druckprodukte bei uns klimakompensiert herstellen lassen.


Ein PLUS an Qualität

2009 erhielten wir erstmals die neue Zertifizierung ProzessStandard Offsetdruck (PSO) und 2017 schon zum fünften Mal. Damit ist es amtlich: Die Brandt GmbH arbeitet von A bis Z exakt nach den aktuellen Regeln der Kunst.


Mit dabei

Wir sind Mitglied im “Verband Druck + Medien Nordwest“


Ein PLUS an Verantwortung

CJG Hermann-Josef-Haus

Seit Jahren unterstützen wir das CJG Hermann-Josef-Haus der Caritas.


Unser Partner:

Südwind Institut für Ökonomie und Ökumene - Für eine gerechte Weltwirtschaft